Freiheit

image_pdfimage_print

Freiheit der Persönlichkeit

„Philosophische Idee gegen die Willkür der feudaladligen Fürsten und gegen die klerikale Bevormundung der Individuen, die vor allem von der englischen Bourgeoisie getragen wurde. Bacon, Hobbes, Locke, Newton, Mandeville, Hutcheson und Hume haben im 17. und 18. Jh rein bürgerliche Grundeinstellungen in philosophischen Fragen herausgearbeitet. Es setzte sich in zunehmenden Maße die Überzeugung durch, daß das einzelne Individuum frei und unabhängig sei und der Staat bestimmte, unveräußerliche Rechte zu sichern habe, wie z.B. das Recht auf Privateigentum.“ P Thal in Einf zu Reichtum der Nationen, 1.Bd, S.
„Die Forderungen nach persönlicher und wirtschaftlicher Freiheit sowie nach dem Schutz des Privateigentums war vorwiegend gegen die Machtansprüche der absolutistischen Herrscher gerichtet und entsprangen vor allem den Interessen der aufstrebenden Bourgeoisie.“ P Thal in Einf zu Reichtum der Nationen, 1.Bd, S. XXIII

ökonomischer Liberalismus

siehe Artikel klassische politische Ökonomie im Lexoekon
siehe Artikel Liberalismus im Lexoekon
siehe Artikel Freihandel im Lexoekon

Freiheit der Arbeitskraft

Unter dem Deckmantel des ´unveräußerlichen Rechtes auf die eigene Arbeitskraft´ forderten die Freihändler z.B. die Aufhebung aller Vorrechte des Feudaladels über ihre Leibeigenen. Jeder solle dort arbeiten dürfen, wo er es für richtig hält, ohne dabei durch Gesetze über das Wohnrecht, Ausbildungen oder Löhne beeinträchtigt zu werden. Die Freihändler sind selbstverständlich davon überzeugt, den Menschen mit diesem Freiheitsrecht einen guten Dienst zu erweisen, tatsächlich entspricht diese Forderung aber mehr dem ´Heißhunger des Kapitals´ nach frei verfügbarer Ausbeutbarkeit der ´Ware Arbeitskraft´.“ P Thal in Einf zum Reichtum der Nationen, 1.Bd., S.XXXI

Interessanter Weise wurde die ´Freiheit der Ware Arbeitskraft´ gerade in der EU verwirklicht.